Rückblick:
7. April 2009 im
Restaurant Haus am Rhein in Bonn-Beuel-Süd
Altenpflege: ambulant stationär
Was erwartet uns in Zukunft?
Ist die Legalisierung internationaler Haushaltshilfen zu erwarten?
Gast: Dr. Stefan Eisel, MdB
Moderation: Frau Schlumm und Hr. Küll, Sunrise Domizile für Senioren
Demnächst wir die Bundesregierung einen Beschluss des europäischen Parlaments in deutsches Recht umsetzen, bei dem es um die weitere Vereinheitlichung von gesetzlichen Grundlagen innerhalb der europäischen Union geht, die für Arbeitnehmer aus den unterschiedlichen Ländern einheitliche Arbeits-Rahmenbedingungen schaffen soll. Das neue Gesetz wird voraussichtlich legalisieren, dass Haushaltshilfen in gewissem Umfang Kranke und Senioren pflegen dürfen. Dies geschieht durch eine formale Gleichstellung mit den Familienangehörigen, die auch jetzt schon Medikamente an die zu pflegenden verabreichen dürfen oder beispielsweise Insulin-Injektionen setzen dürfen. Für ambulante Pflegedienste ist und wird es Vorschrift bleiben, auch für solche Aufgaben ausschließlich examinierte Fachkräfte einzusetzen. Begründet ist diese Vorgehensweise dadurch, dass eine Laie in aller Regel nicht erkennen bzw. beurteilen kann, ob der "Patient" auf die Gabe die erwartete Reaktion zeigt oder ob weiterer Handlungsbedarf notwendig wird. Für ambulante Pflegedienste geht es um Haftungsfragen - und natürlich auch um die wirtschaftliche Bedeutung. Denn ihre angestellten Fachkräfte sind um ein vielfaches teurer, was sich wiederum auf die Kosten des Pflegeeinsatzes auswirkt. Es kann deshalb zu einer Wettbewerbssituation kommen, bei der Patienten und Angehörige sich zu Lasten der Pflegequalität möglicherweise für das preiswertere, möglicherweise auch zu dem einzig für sie finanzierbaren Angebot der Haushaltshilfen entscheiden.
Diese Fragen standen zunächst im Mittelpunkt der Diskussion beim gut besuchten Netzwerktreffen unserer Arbeitsgemeinschaft Seniorenwirtschaft Anfang April.
Anschließend ergab sich ein Austausch von Erfahrungen und Meinungen über "Patientenverfügung" und "Vorsorgevollmacht". Im Gegensatz zu in der Vergangenheit diesbezüglich erfolgten Diskussionsergebnissen, die durchgängig in der Forderung an den Gesetzgeber mündeten, für eine Regelung zu sorgen, scheint sich eine Meinungsänderung zu vollziehen: Die derzeitige gesetzliche Grundlage bietet ausreichend Möglichkeiten, den eigenen Willen auch dann durchzusetzen, wenn man nicht Herr der Situation sein sollte. Auch dafür sind aber entsprechende Vorkehrungen zu treffen, empfehlenswert ist, sich frühzeitig rechtlich gut beraten zu lassen.
Abschließend nahm Dr. Eisel zu den besprochenen Themen die sehr konkret gestellten Fragen von Teilnehmern des Netzwerktreffens entgegen um sie in Berlin an geeigneter Stelle zu Beantwortung vorzulegen. Zu einem noch festzulegenden Termin wurde ein erneutes Gespräch vereinbart.

14. November 2008
Vortrag / Vorstellung:
" LebensWandel Bonn/Rhein-Sieg Anbietergemeinschaft für selbstbestimmtes Wohnen und Leben"
Jutta Bassfeld, Agentur für Sozialmarketing, stellt das von ihr initiierte Unternehmernetzwerk LebensWandel vor.
LebensWandel ist ein regionales, branchenübergreifendes Netzwerk von Unternehmen, deren Produkte und/oder Dienstleistungen sich speziell an ältere Menschen richten, die in ihrer bisherigen Wohnung, bzw. Haus alt werden möchten. Die Palette der Angebote erstreckt sich z.Zt. auf: Barrierefreiheit und Sicherheit in Haus und Garten, Finanz-, Versicherungs- und Rechtsfragen, Unterstützung im Haushalt wie z.B. Gardinen waschen und Fenster putzen, Erwerbstätigkeit vor und in der Rente, Bekleidungs- und Beratungsservice, Computerschule sowie Tanzschule, Erledigung von Büroarbeiten sowie Vorlesen, Ambulante Pflege, Seniorenbegleitung und Lebensberatung.
LebensWandel ist eine mögliche Antwort auf die Herausforderungen des demografischen Wandels speziell in unserer Region. Denn immer mehr Menschen werden immer älter. Und der überwiegende Teil möchte möglichst lange in der gewohnten Umgebung bleiben. Selbstbestimmt und entsprechend ihrer individuellen Lebensstile. Entscheidend für das Gelingen eines zufriedenen Lebens im Alter ist, dass ältere Menschen hinreichende Informationen darüber haben, welche konkreten Angebote es gibt, die Sie dabei fachgerecht und seriös unterstützen. Genau das leistet LebensWandel. Die unter diesem Dach zusammenarbeitenden Unternehmen haben sich mit besonderen Angeboten speziell auf diese Kundschaft eingestellt. Darüber hinaus profitieren sie als brachenübergreifendes Kompetenznetzwerk untereinander von ihren Erfahrungen und können so Leistungen optimiert für die Bedürfnisse älterer Menschen anbieten.
Und noch etwas: Die Anbieter bei LebensWandel haben sich zur Einhaltung von Qualitätskriterien verpflichtet, die die Seniorenfreundlichkeit ihrer Leistungen unterstreichen. So sind z.B. in Kundenräumen bequeme Sitzmöbel vorhanden, es wird ein barrierefreier Zugang zu Kundenräumen gewährleistet und der Schriftverkehr wird grundsätzlich in einer gut leserlichen Schriftgröße abgewickelt. Diese Kriterien werden fortlaufend weiter entwickelt, u.a. im Kontakt mit der Verbraucherzentrale NRW und der Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenorganisationen (BAGSO) e.V..
Lebenswandel ist ein eingetragenes Markenzeichen.
Foto: Jutta Bassfeld, Agentur für Sozialmarketing, (mitte) und Gäste

12. August 2008
Thema: Gegenwärtige Zukunftsaufgaben
Beim 13. AGS-Netzwerktreffen ging es vorrangig um zukünftige Projekte der AGS, aber auch darum, wie Bekanntheitsgrad und Attraktivität des Vereins für neue Mitglieder zu steigern wären.
Ein Ergebnis dieser Überlegungen mündete in der Initiative für eine Pflegekräfte-"Börse".
Vor dem Hintergrund wachsender Nachfrage nach Leistungen im Bereich Pflege, der einen Personalmangel hervorrufen wird; einer hohen Fluktuation der Mitarbeiter zwischen den Angebotsträgern und einer damit verbundenen ständigen Personalsuche und -einarbeitung usw., wurde die Einrichtung einer "Jobbörse" angeregt. Die AGS möchte die unterschiedlichen Berufsbilder im Bereich Pflege vorstellen und so junge Leute und Quereinsteiger für eine Ausbildung gewinnen. Auch bereits gelernte Kräfte sollen sich über Weiterbildungen informieren können und die Börse nutzen, um mit potenziellen Arbeitgebern in Kontakt zu kommen. Begleitet werden soll die Jobbörse durch verschiedene Vorträge.
Vortrag: Mehrgenerationen-Wohnen - das Projekt Vernicher Brücke
Referent: Christine Zwanziger-Häusler, Die Vernicher Brücke e.V., Weilerswist
Jung und alt unter einem Dach
Mehrgenerationen-Wohnen am Beispiel des Projekts Vernicher Brücke
Für 28 Familien und Singles wird derzeit in Weilersswist das Gut Klarenhof zu einer Wohnanlage umgebaut. Sie besteht aus sechs "Reihen-Einfamilienhäusern", untergebracht in einem ehemaligen Wirtschaftstrakt, sowie 22 Wohnungen unterschiedlichster Größen, die aus drei der vierflügeligen Hofgebäuden und dem früheren Gereidesilo herausgearbeitet werden. Die Wohnungen und Häuser konnen von Eigennutzern und Kapitalanlegern erworben bzw. gemietet werden.
Den vierten Flügel des Gutes Klarenhof will der Verein Vernicher Brücke erwerben, um ihn zu einem Treffpunkt auszubauen, der den Bewohnern zur gemeinsamen Nutzung und als Begegnungsstätte dienen soll. Gäste von außerhalb sollen ebenfalls von Zeit zu Zeit willkommen sein. Ziel des Vereins, der vorrangig aus den Bewohnern der Anlage bestehen soll, ist es, einen Lebensraum zu entwickeln, in dem sich Menschen aller Generationen wohlfühlen, sich füreinander einzusetzen und miteinander eine lebendige Nachbarschaft gestalten.
Christine Zwanziger-Häusler, Initiatorin des Vereins, möchte Brücken schlagen durch die Förderung gemeinschaftlichen Engagements und Freizeitgestaltung, besonders aber durch gegenseitige Hilfe: in der Betreuung von Kindern, Familien und Senioren - mit Tat und Rat von den Bewohnern selber.
Im an ihren Vortrag anschließenden Gedankenaustausch wurde vor allem darüber diskutiert, welcher Personenkreis als Bewohner in Frage käme, welche Interessen miteinander harmonieren bzw. kollidieren würden und wie sich der Verein dieser Herausforderung stellen kann. Einig war man sich darüber, dass das Projekt Gut Klarenhof eine sinnvolle Ergänzung des Wohnangebots der Zukunft darstellt.
Weitere Informationen:
www.die-vernicher-bruecke.de

Christine Zwanziger-Häusler und U. Wiegmann, Architekt, stellen das Projekt Vernicher Brücke den Mitgliedern und Gästen des AGS vor.

Bärbel Langwasser-Greb, Geschäftsführerin der Kaiser-Karl-Klinik und Gastgeberin des 11. Netzwerktreffens des AGS, 2. v.l., hatte zu Beginn der Veranstaltung das Haus vorgestellt.
Vortrag: Ambulanter Rehabilitationssport auch wichtiges soziales Handlungsfeld
Referent: Jürgen Kindgen, Verein für Behindertensport
Unter Rehabilitationssport versteht man im Allgemeinen Maßnahmen zur Verbesserung des Bewegungsapparat sowie der Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems. Welchen Einfluss Rehabilitationssport auf die allgemeine Verbesserung des gesamten Lebensgefühls vor allem bei Senioren ausüben kann, ist weniger bekannt. Und deshalb kommt von alleine auch kaum jemand auf die Idee, wegen zunehmender "Miesepeterei" eine Reha-Sportgruppe zu besuchen. Dabei ist ein solches Lebensgefühl häufig ein Ausdruck für fortschreitende Vergesslichkeit oder des Gefühls anderer nachlassender geistiger Fähigkeiten .... wofür man sich vielleicht in der Öffentlichkeit schämt und sich deshalb aus ihr zurückzieht.
Reha-Sportgruppen wirken dem entgegen. Denn neben dem körperlichen Training wird "nebenbei" soziale Kompetenz (neu ein-)geübt.
Vor allem Menschen, die schon lange Zeit alleine gelebt haben, kommt es zugute, wenn sie wieder regelmäßig Umgang mit anderen Menschen pflegen. Mit Menschen, denen es ähnlich geht, mit denen sie sich austauschen können und mit denen sie gemeinsam feststellen, dass sie durchaus noch einiges leisten können - wenn sie nur wollen.
Die geistigen und sozialen Fähigkeiten verbessern sich durch Reha-Sport - mindestens kann das Nachlassen verlangsamt werden. Die Teilnehmer gewinnen dadurch einen großen Teil ihrer früheren Selbstsicherheit in der Erledigung ihrer Angelegenheiten und ein damit ein größeres Maß an Selbstständigkeit zurück.
Weitere sogenannte "Psycho-sozialen Effekte" sind, dass die Teilnahme am Rehasport tagesstrukturierend ist, die Konzentration verbessert und Stress und Ängste abbaut.
Voraussetzung für diese Erfolge sind eine angemessene Größe der Sportgruppen und ihre Zusammensetzung. Die Gruppenmitglieder sollten sich idealerweise, trotz unterschiedlicher körperlichen Fähigkeiten gegenseitig ergänzen, das Alter ist hierbei nicht ausschlaggebend.


8. Januar 2008, ab 19:00 Uhr im Hotel Bristol
AGS-Netzwerktreffen
Vortrag „Intelligente Lebensassistenz - wenn die Wohnung mitdenkt“
Referent: Dr. Ing. Martin Becker, Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE, Kaiserslautern
Der zunehmende Anteil alter Menschen an der Bevölkerung bei gleichzeitigem Geburtenrückgang zeigt bereits deutliche Auswirkungen auf die Gesellschaft, beispielsweise im Gesundheitswesen durch steigenden finanziellen Aufwand. Unter dem Begriff „Ambient Assisted Living" (Unterstützung im Lebensumfeld) werden intelligente Techniken mit dem Ziel entwickelt, alten oder pflegebedürftigen Menschen so lange wie möglich ein selbst bestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung zu ermöglichen.
Der Vortrag von Dr. Martin Becker erläuterte die Herausforderungen, der sich die Entwickler stellen, zeigte Möglichkeiten und derzeitige Grenzen von Assistenzsystemen auf und gewährte damit einen Einblick in die laufenden Forschungsaktivitäten des Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering in Kaiserslautern sowie der Wissenschaftler aus zuarbeitenden Unternehmen und EInrichtungen.
Detailliertere Informationen bietet das PDF der Vortrags-Bögen, dass zum Download an dieser Stelle verfügbar ist sowie Dr. Becker, siehe E-Mail-Adresse und die Webseiten von AAL - Ambient Assisted Living.
>Vortrag Dr. Martin Becker< Martin.becker@iese.fraunhofer.de
>www.aal-deutschland.de< >www.aal-europe.eu<
Nachtrag zum AAL-Vortrag am 8. Januar: Knut Schäfer besuchte den AAL-Kongress in Berlin
Sein Bericht sowie diverse Vorträge: >AAL-Kongress< Vorträge sind dort zum Download verfügbar
In der Praxis führen die Foschungen und Entwicklungen zu neuen Produkten wie beispielsweise die Gehilfe, die es merkt, wenn sie umgefallen ist und sich der Eigentümer möglicherweise in Gefahr befindet. Oder die Tasse, die darauf aufmerksam macht, wenn zu wenig getrunken wird. Für die Wohnung gibt es Computer mit Touch-Screen-Bildschirm, mit dem sich darstellen lässt, ob anderswo in Haus oder Wohung Fenster oder Türen geöffnet oder verschlossen sind, Licht in den Räumen brennt ... und man kann durch virtuelle Tasten auf dem Monitor, die auf Berühren der Bildschirm-Oberfläche reagieren, zum Beispiel das Licht im Flur, welches augenblicklich nicht benötigt wird, auch gleich löschen, ohne aufstehen oder die Hilfe eines Dritten anfordern zu müssen.
Einen besonders breiten Raum nimmt die Entwicklung und Erprobung von Sensor-Systemen ein, die Notfallsituationen selbsttätig erkennen, an eine Zentrale melden können, um welche Art von Notfall es sich handelt und die zu guter letzt noch mitteilen sollen, wo sich der Betroffene innerhalb der Wohnung befindet.
Von der Idee des Vortrages beim Netzwerktreffen des AGS war Dr. Becker sofort begeistert. Hier erwartete ihn ein seinerseits fachlich versiertes Publikum, eines, das täglich mit alten Menschen und ihren Bedürfnissen umgeht und die Bedeutung neuer Entwicklungen in diesem Bereich richtig einzuschätzen weiß. Dementsprechend fruchtbar entwickelte sich das an den Vortrag anschließende Gespräch. Über zusätzliche Anregungen, weitergehende Visonen kam es bis zu sehr konkreten Ideen zu weiteren Ausstattungsmerkmalen für die vorgestellten Techniken: die Tasse sollte möglicherweise einen Spot im Fernseher auslösen, weil Senioren gerade bei dieser Beschäftigung häufig das Trinken vergessen.

Joachim Fandel, AGS-Vorstand, und Dr. Ing. Martin Becker, Fraunhofer IESE, Kaiserslautern

Über 25 Gäste waren anwesend, selbst aus den Niederlanden und von der Grenze zu Niedersachsen

Anschließemd: freier Gedankenaustausch und Kontaktbörse in gemütlicher Atmosphäre
Di., 13. November 2007, 19.00 Uhr bis ca. 22:30 Uhr
Hotel Bristol, Prinz-Albert-Str. 2, 53113 Bonn
6. Stammtisch/Netzwerktreffen der AGS
Senioren- und Pflegeheime betrachtet aus der Sicht der Interessenten
Vortrag von Gottfried Gutmann, Senioren-Service Gutmann

Mit sehr großem Interesse verfolgen die Gäste Vortrag und anschließende Diskussion.

Links: Joachim Fandel, TASK Congress-Office; Gottfried Gutmann, Senioren-Service Gutmann
Gottfried Gutmann berät Senioren und deren Angehörige und begleitet sie unter anderem auch bei der Suche nach einem geeigneten Platz im Betreuten Wohnen, im Alten- oder Pflegeheim. Aus der Zeit, als er noch selber als Heimleiter tätig war, kennt er die Interessenslagen beider Parteien und weiß bestens, worauf zu achten ist, um für seine Kunden die optimale Umgebung für den Ruhestand zu finden. In seinem Vortrag erläuterte er offen, wie die Angebote der Einrichtungen und das Verhalten ihrer Mitarbeiter von Interessenten wahrgenommen werden, was als positiv bewertet wird und ebenso, was zu Missverständnissen führt. Anschließend wurde lebhaft über die Frage diskutiert, was von Seiten der Betreiber getan werden kann - was Interessenten selber für sich tun können, indem sie sich frühzeitiger informieren. In diesem Zusammenhang wurde sehr lebhaft über die Visionen und Angebote von freien Wohninitiativen debattiert, die Erwartungen wecken, die in der Wirklichkeit einer genauen Prüfung gelegentlich nicht standhalten.
Einen breiten Raum in der Diskussion nahm außerdem die Frage auf, ob für die geburtenstarken Jahrgänge, die jetzt bereits in den 60igern sind, die möglicherweise nicht mehr über die Finanzkraft verfügen, wie gegenwärtige Rentner und Pensionäre, die aber schon in wenigen Jahren eine große Nachfrage nach preiswerter Versorgung erzeugen werden, der aber nur für einen kurzen Zeitraum von rund 15 bis 20 Jahren beansprucht wird, völlig neue Angebote konzipiert werden müssen.
Di., 5. Juni 2007, 19.00 Uhr bis ca. 22:30 Uhr
Hotel Bristol, Prinz-Albert-Str. 2, 53113 Bonn
1. Stammtisch der Arbeitsgemeinschaft Seniorenwortschaft e.V. i.G.

Von links: Bodo Kerstin, Procuritas; Detlef Hipp, Magazin Senioren Aktiv; Frank
Hünker, Rechtsanwalt; Dr. Wendelin Wilhelm, CDU; Manfred Anton, Caritas;
Joachim Fandel, TASK Congress-Office; Michael Beschorner, Rechtsanwalt; nicht
auf dem Bild: Rainer Lancier, Sanitätshaus Büchner; Eva Hipp. Ideal Werbeagentur.
Mit der "Zeit-Lupe" betrachtet:
"Lässt sich aus der Annahme, dass es für die meisten Deutschen in den 40iger,
50iger und 60iger Jahren des letzten Jahrhunderts viel zu teuer gewesen wäre,
einen Führerschein zu erwerben oder auch nur ein eigenes Fahrzeug zu unterhalten,
schließen, dass eine große Anzahl der derzeit über 70-jährigen Senioren vielleicht
nur geringe oder gar keine Fahrpraxis haben, und dass diese Generationen deshalb
derzeit nur einen vergleichbar geringen Anteil am PKW-Straßenverkehr haben?
Senioren-Jahrgänge hingegen, die ab den 70iger Jahren erwachsen geworden sind,
dürften nahezu komplett über eine Fahrerlaubnis verfügen und wohl den größten
Teil ihres Lebens motorisiert gewesen sein ... und es wahrscheinlich auch lange
noch bleiben."
Welche Bedeutung Fragestellungen dieser Art für Gesellschaft und Seniorenwirtschaft
entwickeln können, lässt sich leicht vorstellen. Sie machen deutlich, dass es an der Zeit
ist, die Bevölkerungsentwicklung endlich nicht mehr nur quantitativ sondern auch
qualitativ zu bewerten.
Schon beim 1. Stammtisch des AGS kam es zu vielfältigem weiteren Meinungsaustausch.
Beispielsweise über die Ethik als als ein Argument zur Akquisition von Auszubildenden
für die Fachpflege, über die praktische Auswirkung der Bevölkerungsentwicklung auf
ÖPNV oder auf Fußgängerzonen, von denen in Zukunft vielleicht diejenigen die erfolg-
reicheren sind, zu denen es wegen irgendwelche "Missgeschicke" nicht gekommen ist,
über die Zukunft der Sanitätshäuser in Deutschland, deren Bestand von derzeit
ca. 7 000 auf bis unter 2 000 in den nächsten Jahren zurückgehen könnte (Gesundheits-
reform, Praxis der Krankenkassen) sowie über die Frage der Motivation zum Ehrenamt.
Außerdem:
Joachim Fandel, AGS-Vorstand, erläuterte Gästen den Zweck der AGS und stellte das
Programm bis zum Herbst des Jahres vor.
Die Rechtsanwälte Michael Beschorner und Frank Hünker berichteten über ihre positiven
Eindrücke und Erfahrungen, die sie als Referenten beim 1. aktiv und vital-Forum der AGS
im April gewonnen haben.
Zum Abschluss des 1. AGS-Stammtisches waren sich die Anwesenden einig, untereinander
in Kontakt bleiben zu wollen und erklärten sich damit einverstanden, dass das AGS-Mitglied
Eva Hipp zusammen mit einem "Protokoll" die E-Mail-Adressen der Teilnehmer an alle
versendet, die an diesem Abend dabei waren.
Nächstes AGS-Netzwerktreffen: Dienstag, 12. Februar 2008, ab 19:00 Uhr im Hotel Bristol
Vortrag:
Patientenverfügungen - Problematik der Bindungswirkung
Michael Beschorner
Rechtsanwalt
Vorsorgevollmacht - Sinnvolle Ausgestaltung
Frank Hünker
Kanzlei
Hennemann Beschorner - Vezzari - Hünker, Bonn
Wir bitten um frühzeitige Anmeldung zu unseren Netzwerktreffen.
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