NEUES ZUM THEMA AAL
Von Knut Schäfer
Vom 30.01. bis zum 1.2.2008 fand der 1. Deutsche Kongress „Ambient Assisted Living“ (AAL) in Berlin statt. Veranstalter waren das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Verband Deutscher Elektroningenieure (VDE).
Im dbb forum Berlin in der Friedrichstraße 169/170 standen Anwendungen intelligenter Assistenzsysteme auf Basis von Elektronik, Mikrosystem- und Informationstechnik - für die Bereiche Gesundheit & Homecare, Sicherheit & Privatsphäre, Versorgung & Hausarbeit und soziales Umfeld im Mittelpunkt.
In mehr als 100 Beiträgen wurden potentielle Assistenzsysteme vorgestellt, die nicht nur das Leben von Risikopatienten und chronisch Kranken, sondern auch das gesunder alter Menschen erleichtern können. Hintergrund aller Systeme ist die Optimierung von Pflege und Gesundheitsfürsorge unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel und des demographischen Wandels.
So konzentrierten sich zahlreiche Lösungen auf das heimische Umfeld. Hierzu wurden unterschiedliche Sensorsysteme präsentiert, die alten Menschen den Lebensalltag vereinfachen. Diese reichen von einfachen Anwendungen wie einer automatischen Lichtführung in der Wohnung, Erinnerungssysteme (z. B. Herd wurde nicht ausgeschaltet, Tabletten nicht eingenommen etc.) über Sicherheitssysteme (z. B. Sturzsensoren) bis hin zum Monitoring kardiovaskulärer Faktoren (z. B. das EKG über die Kleidung).
Beeindruckend waren Präsentationen, denen Erfahrungsberichte zugrunde lagen. So stellte das Sozialwerk St. Georg aus Duisburg eine Wohngemeinschaft für dementiell erkrankte Menschen vor. In dieser WG leben Menschen verschiedener Krankheitsstadien und Pflegestufen. Trotz ihrer Erkrankung genießen die Bewohner größtmögliche Freiräume. Assistenzsysteme ermöglichen hier ein dynamisches, kostenbewusstes und zielgerichtetes Pflegekonzept.
Der Kongress führte Forscher, Produzenten, Dienstleister und Betreiber zu einem Informations- und Wissensaustausch zusammen. Wohnungswirtschaft, Pflegeheime, Krankenhäuser und Versorgungszentren berichteten über aktuelle und künftige Entwicklungen und Dienstleistungen.
Auch wenn vieles technisch machbar ist, konnte die Frage nach dem funktionierenden und tragfähigen Geschäftsmodell nicht immer beantwortet werden. So waren mögliche Kooperationen und Finanzierungskonzepte oft Diskussionsgegenstand.
Einige Kongresspräsentionen sind als Anlage im PDF-Format beispielhaft beigefügt.
>Start.pdf< Themenübersicht, 14 Seiten, 1 MB
>1-3-1_WolfgangDeiters.pdf< Das Projekt SmarterWohnenNRW1 - IT gestützte Mehrwertdienste
auf der Basis vernetzter Haustechnik, 4 Seiten, 160 KB
>1-3-2_HolgerSchaffranke.pdf< Nutzung des Smart Living Managers für das Service-Wohnen im Bestand der Hennigsdorfer Wohnungsbaugesellschaft mbH, 5 Seiten, 264 KB
>2-2-4_ViktorGrinewitschus.pdf< Assistive Technologien für die Optimierung der stationären und
ambulanten Betreuung von Personen, 4 Seiten, 80 KB
>2-4-1_BennoKotterba.pdf< Intelligente Kleidung zur Kommunikation und Überwachung von
Risikopatienten und pflegebedürftigen Personen, 4 Seiten, 52 KB
>2-4-2_InesAlich.pdf< TEMONICS Telemonitoring with cardiorespiratory systems
Teleüberwachung von Lungen- und Herz-Kreislauf-Patienten, 3 Seiten, 132 KB